Trinkpäckchen auf Autoreisen

Über Trinkpäcken. In Autos. ALTER!

Ihr lieben. Trinkpäckchen. Auf Autoreisen. Und da ist es völlig irrelevant, wie lange diese Reise dauert. Es ist schon jeher schwierig, aber dank aktueller Regelungen eigentlich unmöglich, mit den Dingern umzugehen.

Ihr kennt sie alle, oder? Diese Alufolientrinkpäckchen eines renommierten, großen Herstellers? Ja, genau die! Gibts auch beim Discounter um die Ecke als no-name-Produkt. Macht ja aber keinen Unterschied.

Vorab. Jaja, EU-Verordnung. Plastik. Weg. Der Hersteller ist also der Gelackmeierte. Aber das ist doch alles Mist!

Stellt euch vor, ihr packt am Donnerstag Nachmittag euer Kind nach der Schule ins Auto, weil ihr zum Frisör wollt müsst. Der Mopp muss ab. In 2 Fällen, soviel war sicher. „Papi, ich hab noch Hunger und Durst. Nehmen wir was mit?“ – Klar, kein Problem. Müsliriegel, paar Kekse, besagte Trinkpäckchen. Ab dafür.

Es ist ja schon eine Kunst, aber reichlich Erfahrung macht es möglich, so ein Ding überhaupt beim Fahren zu öffnen. Mit den guten alten Plastiktrinkhalmen war das aber, sie hatten ja eine scharfe Kante, überhaupt kein Problem. Im Zweifelsfall auf den Kopf stellen und kurz mit viel Gewalt in den Boden der Alupackung rammen.

Aber jetzt, JETZT!, da haben wir Papierhalme. Die sind weder spitz noch scharf. Noch stabil. Jetzt fahr mal Auto und dein großes Kind motzt: ich krieg das nicht auf! und reicht dir den Kram nach vorne. Fahrend hantierst du mit Trinkpäckchen und es macht ZACK, du hast ein Loch in der Packung, die Suppe läuft dir entgegen, aber natürlich ist im Vergleich zu früher der Papiertrinkhalm nicht in der Packung und dichtet alles ab, nein, du wirst in aromatisiertem Zuckerwasser gebadet. DANKE!

Du reichst also die siffenden Brocken zurück, bittest vorsichtig das reklamierende Kindlein um Geduld und schaust nach der nächstmöglichen, sinnvollen und risikofreien Parkmöglichkeit.

Du bearbeitest also das Trinkpäckchen nun mit dem im Kraftfahrzeug eingelagerten Universalmesser zur Vergrößerung des Loches. Trinkhalm rein. Ruhe. Denkst du nur! „DA KOMMT NIX RAUS!“ – saug saug. Wie jetzt? Toll, der Papierhalm ist durch die reine Berührung mit dem aromatisierten Zuckerwasser und der Wartezeit bis zum rechts-ranfahren so aufgequollen, das schlichtweg nichts mehr durchläuft. Messer raus, Halm kürzen. Endlich läufts!

Natürlich nutze ich die Chance. Und mache mir auch noch mein Alufolientrinkpäckchen auf. Und war das erste Mal froh, dass das im Auto liegende Desinfektionsmittel zum Reinigen des Lenkrads und meiner Hände hilfreich war.

Natürlich ist Müllvermeidung gut. Plastiktrinkhalme verbieten im Zusammenhang mit einem Alufolientrinkpäckchen ist natürlich völlig für den Eimer. Ich gelobe, ab sofort gibts Plastikflasche. Selbstgefüllt. Da gibts entweder keine Sauerei oder es schwimmt einfach alles. Was mir im Zweifelsfall lieber gewesen wäre.

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